Friedrich III. und Maximilian I.

Erst unter Friedrich (1415-1493) konnte die Teilung der habsburgischen Länder überwunden werden. Völlig überraschend für ihn selbst wurde er 1440 als Friedrich III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Von nun an sollten die Habsburger, bis auf eine kurze Ausnahme, stets die Kaiser des Reiches stellen. Lange war Friedrich III. verrufen als „des Heiligen Römischen Reiches Erzschlafmütze“, mittlerweile gelangt aber die neuere Forschung zu anderen Ergebnissen. Seine Herrschaft war weniger durch Präsenz geprägt als vielmehr durch Kommissionen und der Übertragung von Verantwortung auf Mandatare. Er war der letzte Kaiser, der noch in Rom vom Papst gekrönt wurde. Sein Leben in den habsburgischen Gebieten war geprägt von kriegerischer Bedrängnis und ständiger Geldnot. Am Ende aber konnte man von ihm sagen, dass er der Kaiser war, der alle seine Feinde überlebt hatte.

Allerdings setzte Friedrich die Grundlage für den Aufstieg Habsburgs zur Weltmacht. Durch die Ehe seines Sohnes Maximilian mit Maria von Burgund, der einzigen Erbin von Herzog Karl dem Kühnen rückten die Habsburger wieder in die erste Reihe der europäischen Mächte vor. Seit dieser Verbindung ist der Chef des Hauses Österreich auch stets der Souverän des Ordens vom Goldenen Vlies.

Kaiser Maximilian I. (1459-1519) gelang es, durch eine geschickte Heiratspolitik seiner Kinder und Enkelkinder, Österreich die Gestalt zu geben, die es bis 1918 innehaben sollte, sowie den Einfluss des Hauses Österreich bis nach Spanien und damit nach Übersee auszudehnen. Durch die Wiener Doppelhochzeit von 1515 fielen Böhmen und Ungarn an die Habsburger. Unterdessen bahnte sich ein Konflikt mit Frankreich an, der die kommenden 200 Jahre prägen sollte.

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Friedrich III.
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