Vom Südwesten in den Südosten des Reiches

Hatten die Kurfürsten zunächst an einen Kompromisskandidaten gedacht, als sie im Oktober 1273 Graf Rudolf IV. zum König wählten, so erwies er sich als König Rudolf I. als durchaus durchsetzungsstark. Er förderte die Städte, beendete die rechtlose Zeit im Reich, vor allem aber nahm er den Kampf mit dem böhmischen König Ottokar II. auf. Nach der siegreichen Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen im August 1278 liess Rudolf sich in Wien nieder und verbrachte die kommenden Jahre damit, in der Region gesicherte Verhältnisse zu schaffen. Im Jahr 1282 belehnte er seine Söhne Albrecht und Rudolf mit den Fürstentümern Österreich, Steiermark, Krain und Kärnten. Damit begann die 650 Jahre dauernde Herrschaft des Hauses Habsburg über Österreich. 

In den folgenden Jahrhunderten etablierten sich die Habsburger im Donauraum. Überzeugt davon, dass ihnen eine erhebliche Rolle im Reich zukäme, bemühten sie sich immer wieder, die Krone des Reiches zu erlangen, was in kurzen Episoden auch gelang, aber selten von Dauer war. Herzog Rudolf IV.(1339-1365), genannt der Stifter, war gerade 19 Jahre alt, als er die Regierung übernahm, stellte aber in seiner kurzen Regierungszeit von nur sieben Jahren viele und entscheidende Weichen. Seine Ziele waren ehrgeizig: Er wollte seine Position unbedingt ausbauen und der habsburgischen Herrschaft einen unbestreitbaren Rang verschaffen. Ein Mittel dazu war auch der Ausbau Wiens, das in der Bedeutung noch weit hinter dem glanzvollen Prag seines Schwiegervaters, dem Luxemburger Kaiser Karl VI., stand. Rudolf gründete die Wiener Universität, die Alma Mater Rudolphina, und stiftete den Bau des Stephansdoms. Nicht zuletzt gelang es ihm auch durch einen Vertrag mit der Tiroler Gräfin Margarete, das Land Tirol an die habsburgische Herrschaft zu binden. Nach seinem Tod teilte sich die Herrschaft in verschiedene Linien, nicht immer zum Vorteil für den Einfluss im Reich.

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