Die Anfänge

Die Herkunft der Habsburger lässt sich bis in das 7. Jahrhundert zurückverfolgen. Aus dem Geschlecht der Etichonen, benannt nach Eticho, einem bedeutenden Herzog im Elsass entwickelten sich die Eberharden, aus denen Guntram, genannt der Reiche, (gestorben in der Zeitspanne von 984 bis 990) hervorging. Er gilt heute als Stammvater der Habsburger.

Sein Enkel war Radbot (geboren in der Zeitspanne zwischen 970 und 980, das genaue Todesjahr ist nicht bekannt, vermutlich in den 1030iger Jahren), Graf im Klettgau, der sich im Elsass, in Schwaben und im Aargau umfangreichen Landbesitz erwerben konnte. Verheiratet war er mit Ita von Lothringen. Aus dieser Ehe lässt sich auch die Bedeutung der (späteren) Habsburger ablesen, die vielleicht nicht sehr mächtig waren, aber immerhin so mächtig, dass sie in eine Herrscherdynastie einheiraten konnten. Zusammen mit Ita gründete Radbot das Kloster Muri, zu dem die Familie bis heute eine enge Verbindung hat. Radbots Bruder war Bischof Werner von Strassburg (geboren in der Zeitspanne zwischen 970 und 980, gestorben 1028), der ein enges Verhältnis zu Kaiser Heinrich II. pflegte.

In die Zeit der beiden Brüder fällt auch die Erbauung der Habsburg im Aargau, deren Überreste heute noch vorhanden sind.

Eine Legende rankt sich um den Bau der Burg: Nachdem sie fertiggestellt war, beklagte Radbots Bruder Werner das Fehlen von Mauern und Wehrtürmen. Radbot versprach, das über Nacht nachzuholen. Am nächsten Tag umgab die Burg eine Mauer aus Getreuen, mit Rittern als Türmen. Nicht Steine, sondern die Treue der Menschen sollte die Grundlage habsburgischer Macht sein.

Als erster nannte sich Otto II. (gestorben 1111), ein Enkel Radbots, Graf von Habsburg. In den folgenden Jahrhunderten bauten die Habsburger ihre Herrschaft aus und erweiterten stetig ihre Territorialmacht, teils durch geschickte Heiratspolitik, teils durch glückliche Erbfälle. Auf Otto II. folgten Werner II., Albrecht III., Rudolf II., genannt der Gütige, Albrecht IV., genannt der Weise, der sich mit seinem Bruder, Rudolf III., der Schweigsame, die Herrschaft teilte.

Verheiratet war Albrecht (Geburtsjahr ist nicht bekannt, verstarb zwischen 1238 und 1240 im Heiligen Land) mit Heilwig von Kyburg, sie waren die Eltern von Graf Rudolf IV., dem späteren König. Rudolf gelang es, durch die Übernahme der kyburgischen Erbschaft sein Herrschaftsgebiet erheblich zu erweitern. Damit waren die Habsburger, Parteigänger des staufischen Herrscherhauses, bedeutende Regionalherren und tief verwurzelt in der oberrheinischen Region.

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